Die Erkältungssaison 2025/26 ist in vollem Gange. Rund 5 Millionen Menschen in Deutschland kämpfen derzeit mit Husten, Schnupfen und Heiserkeit. Das Robert Koch-Institut verzeichnet aktuell etwa 5.800 Atemwegsinfekte pro 100.000 Einwohner. Besonders Kinder zwischen 5 und 14 Jahren sind betroffen, während ältere Menschen ein höheres Risiko für Komplikationen tragen. Welche Erreger gerade zirkulieren und wie Sie sich effektiv schützen können, erfahren Sie hier.
Die Hauptverursacher der aktuellen Erkältungswelle
Die Analyse des RKI zeigt: In der ersten Novemberwoche 2025 stecken vor allem Rhinoviren hinter den Infekten. Diese Erkältungsviren sind für die typischen Symptome wie Schnupfen, Halsschmerzen und leichten Husten verantwortlich. Daneben zirkulieren auch SARS-CoV-2-Viren sowie in geringerem Maße Adenoviren, Respiratorische Synzytial-Viren (RSV) und Parainfluenzaviren.
Die aktuelle Situation unterscheidet sich deutlich vom Frühjahr 2025, als die Grippewelle mit über 16.000 gemeldeten Influenza-Fällen das Gesundheitssystem belastete. Derzeit liegt die Influenza-Aktivität noch auf niedrigem Niveau, könnte aber mit Beginn des Winters zunehmen.
Typischer Verlauf und Symptome
Eine Erkältung entwickelt sich meist schleichend. Zunächst beginnt es mit einem Kratzen im Hals, gefolgt von Halsschmerzen und einer laufenden Nase. Nach einigen Tagen kommt häufig Husten hinzu, manchmal begleitet von leichtem Fieber und Gliederschmerzen. Anders als bei einer echten Grippe steigt das Fieber bei einem grippalen Infekt selten über 38,5 Grad.
Die gute Nachricht: Die meisten Erkältungen verlaufen unkompliziert und klingen innerhalb von sieben bis zehn Tagen von selbst ab. Erwachsene erkranken durchschnittlich zwei- bis dreimal pro Jahr, Kinder sogar bis zu zehnmal.
Bewährte Schutzmaßnahmen im Alltag
Vorbeugen ist besser als heilen – dieser Grundsatz gilt besonders in der Erkältungszeit. Die wichtigsten Präventionsmaßnahmen umfassen regelmäßiges Händewaschen mit Seife für mindestens 20 Sekunden, das Meiden von Händeschütteln während der Infektzeit und ausreichend Abstand zu erkrankten Personen.
Auch die Raumluftfeuchtigkeit spielt eine Rolle: Trockene Heizungsluft schwächt die Schleimhäute und macht sie anfälliger für Viren. Regelmäßiges Lüften und ausreichende Flüssigkeitszufuhr – mindestens 1,5 bis 2 Liter täglich – halten die Schleimhäute feucht und widerstandsfähig.
Natürliche Unterstützung für das Immunsystem
Ein starkes Immunsystem ist die beste Verteidigung gegen Erkältungsviren. Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft, ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse sowie ausreichend Schlaf stärken die körpereigene Abwehr. Besonders Vitamin C, Zink und Vitamin D spielen eine wichtige Rolle für die Immunfunktion.
In den Wintermonaten, wenn die Sonneneinstrahlung gering ist, kann eine zusätzliche Vitamin-D-Supplementierung sinnvoll sein. Allerdings sollte dies idealerweise nach ärztlicher Rücksprache erfolgen, um Überdosierungen zu vermeiden.
Wann zum Arzt?
Obwohl die meisten Erkältungen harmlos verlaufen, gibt es Warnsignale, die einen Arztbesuch erforderlich machen. Dazu gehören Fieber über 39 Grad, das länger als drei Tage anhält, starke Atemnot, eitriger oder blutiger Auswurf, anhaltende Ohrenschmerzen oder Symptome, die sich nach einer Woche nicht bessern.
Besonders Säuglinge, ältere Menschen, Schwangere und Personen mit chronischen Erkrankungen sollten bei Erkältungssymptomen frühzeitig ärztlichen Rat einholen.
Fazit: Gut vorbereitet durch die Erkältungssaison
Die Erkältungssaison 2025/26 verläuft bisher im normalen Rahmen. Mit einfachen Hygienemaßnahmen, einem gesunden Lebensstil und der richtigen Vorsorge lässt sich das Infektrisiko deutlich senken. Wer dennoch erkrankt, sollte sich ausreichend Ruhe gönnen und den Körper bei der Genesung unterstützen – so steht einem gesunden Winter nichts im Wege.
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