Praxis-Tipp: Tamponaden richtig anfeuchten und fixieren
Befeuchten Sie Tamponaden vor der Einlage mit steriler NaCl-Lösung, nicht mit antiseptischen Lösungen, um Gewebeschäden zu vermeiden. Die Tamponade muss die Wundhöhle komplett ausfüllen, aber nicht übermäßig komprimieren. Fixieren Sie den äußeren Ende sicher mit einem Pflaster oder legen Sie eine zweite, trockene Kompresse darüber, bevor der Verband angelegt wird. Dokumentieren Sie Anzahl und Lage der eingelegten Tamponaden im OP-Bericht.
Tamponaden – Effektive Blutstillung und Wundversorgung
Tamponaden sind sterile, saugfähige Materialien zur temporären Blutstillung und Wundtamponade in der Chirurgie und Notfallmedizin. Sie dienen der Kompression von Gefäßen, der Aufnahme von Wundsekret und dem Schutz frischer Wundflächen. Ihre Anwendung reicht von der Zahnheilkunde über die HNO-Chirurgie bis zur allgemeinen und Gefäßchirurgie. Hochwertige Tamponaden sind aus reiner Zellulose oder mit gerinnungsfördernden Substanzen wie Kollagen beschichtet. Sie sind in verschiedenen Größen, Formen und Saugstärken erhältlich, um präzise auf die jeweilige klinische Situation abgestimmt zu werden.
Die Produktpalette umfasst klassische Chirurgie-Tamponaden, spezielle Nasentamponaden für die Epistaxis-Behandlung und Tamponadestreifen für tiefe Wundhöhlen. Für die Blutstillung in der Zahnmedizin kommen kleinformatige Tamponaden zum Einsatz. Die Materialien sind steril verpackt, latexfrei und biologisch abbaubar. Sie erfüllen die medizinischen Anforderungen nach DIN EN ISO 13485 und tragen die CE-Kennzeichnung als Medizinprodukt der Klasse IIa oder höher.
In der Anwendung werden Tamponaden trocken oder mit steriler Kochsalzlösung befeuchtet in die Wundhöhle eingelegt. Sie üben einen gleichmäßigen Druck aus, der die Blutung stoppt und die Wundränder stabilisiert. Nach der Einlage ist ein fester Verband zur Fixierung essenziell. Die Verweildauer beträgt je nach Indikation 24 bis 72 Stunden. Vor dem Entfernen sollten die Tamponaden angefeuchtet werden, um ein erneutes Aufreißen der Wunde zu vermeiden. Für die sichere Entsorgung gehören benutzte Tamponaden in den Abfalleimer für infektiöse Abfälle.
Die Qualität einer Tamponade wird durch ihre Saugfähigkeit, Reißfestigkeit im nassen Zustand und ihre sterile Integrität definiert. Hochwertige Produkte zeigen keine Faserablösung und gewährleisten eine zuverlässige Blutstillung auch unter Antikoagulation. Spezielle Kollagen- oder Gelatine-beschichtete Tamponaden aktivieren die körpereigene Gerinnungskaskade und sind für Patienten mit Gerinnungsstörungen geeignet. Die Materialverträglichkeit ist durch Biokompatibilitätstests nach ISO 10993 belegt.
Technisch gesehen werden Tamponaden aus Viskose, Zellstoff oder Baumwollgaze gefertigt. Die Standardgrößen reichen von 5x5 cm bis 10x20 cm. Spezielle Nasentamponaden haben eine Länge von 8-10 cm und einen Durchmesser von 1-1,5 cm. Die Saugkapazität liegt zwischen 10 und 25 ml Flüssigkeit pro Gramm Material. Die Verpackung erfolgt einzeln steril in Peel-Pouches oder mehrfach in Beuteln für den Arztkoffer. Die Haltbarkeit beträgt typischerweise 3-5 Jahre.
Die Verfügbarkeit umfasst alle gängigen Formate und Materialien. Tamponaden sind als Einzelprodukte oder in praktischen Verbandskästen-Sets erhältlich. Für den Praxisbedarf bieten sich Sparpackungen mit 50 oder 100 Stück an. Die Lieferung erfolgt schnell und diskret. Alle Produkte unterliegen einer strengen Qualitätskontrolle gemäß Medizinproduktegesetz.