Entnahme- und Zuspritzkanülen – Präzise Dosierung und sterile Applikation
Entnahme- und Zuspritzkanülen sind unverzichtbare Einwegartikel für die sichere Handhabung von Flüssigkeiten in der medizinischen Praxis. Sie ermöglichen die sterile Entnahme aus Ampullen, Flaschen oder Infusionsbeuteln sowie die präzise Applikation von Medikamenten, Impfstoffen oder Kontrastmitteln. Ihre Verwendung minimiert das Kontaminationsrisiko und gewährleistet eine exakte Dosierung. Für die Entnahme aus Glasampullen sind spezielle Ampullenöffner und Kanülen mit Filter empfehlenswert.
Das Sortiment umfasst Kanülen in verschiedenen Längen (16-100 mm) und Durchmessern (0,4-2,1 mm). Gängige Farbcodierungen nach ISO 6009 erleichtern die Identifikation. Für spezielle Anwendungen wie die Blutentnahme oder die Injektion viskoser Substanzen stehen spezielle Modelle zur Verfügung. Die Kanülen sind steril verpackt und meist aus rostfreiem Stahl gefertigt. Sie passen auf alle gängigen Einmalspritzen mit Luer-Lock- oder Luer-Slip-Anschluss.
In der Anwendung wird die Kanüle nach dem Öffnen der sterilen Verpackung auf die Spritze aufgesetzt. Vor der Injektion sollte stets Luft ausgespritzt werden. Nach Gebrauch gehören Kanülen umgehend in einen stichsicheren Abfallbehälter. Für die Entnahme aus Mehrdosisbehältern sollte pro Patient eine neue Kanüle verwendet werden. Dies verhindert Kreuzkontaminationen. Die korrekte Auswahl von Länge und Stärke ist abhängig vom Applikationsweg und der Viskosität des Mediums.
Qualitativ hochwertige Kanülen sind nach DIN EN ISO 7864 zertifiziert und tragen das CE-Kennzeichen. Die sterilen Einwegprodukte sind pyrogenfrei und einzeln in einer Schutzhülle verpackt. Die scharfe, geschliffene Spitze gewährleistet einen sauberen Einstich mit minimalem Gewebetrauma. Die Kanten sind burrfrei. Die Markierung von Länge und Durchmesser ist dauerhaft und gut lesbar auf der Kanüle oder der Verpackung angebracht.
Technisch sind die Kanülen mit einem Standard-Luer-Konus (6%) ausgestattet. Die Hohl- oder Injektionsnadel besteht aus chirurgischem Edelstahl. Die Wandstärke variiert je nach Kanülentyp (dünnwandig für höhere Durchflussraten). Die Packungsgrößen reichen von 100 Stück bis zu Großgebinden. Wichtige Parameter sind die Nadelstärke (Gauge), die Länge und die Art der Spitze (schlank, regular wall, thin wall). Für spezielle Zwecke gibt es Kanülen mit Sicherheitskappe oder integriertem Filter.
Die Entnahme- und Zuspritzkanülen sind in verschiedenen Konfektionierungen sofort verfügbar. Sie werden in praktischen Spenderboxen oder als Einzelbeutel geliefert. Die Lagerung sollte trocken und bei Raumtemperatur erfolgen. Das Verfallsdatum ist auf jeder Verpackung angegeben. Für den regelmäßigen Praxisbedarf empfiehlt sich die Bevorratung gängiger Größen wie 0,90 x 40 mm oder 0,70 x 30 mm.