OP-Leuchten – Präzise Ausleuchtung für sichere Eingriffe
OP-Leuchten sind unverzichtbar für jeden chirurgischen Eingriff. Sie bieten eine blendfreie, tiefenreiche und farbneutrale Ausleuchtung des Operationsfeldes. Moderne Systeme verfügen über LED-Technologie für kühles Licht und hohe Energieeffizienz. Die Beleuchtungsstärke ist regelbar, um sich an verschiedene Eingriffe anzupassen. Eine hohe Farbwiedergabe (CRI >90) ist für die korrekte Gewebedifferenzierung essentiell. Die Leuchten müssen den Anforderungen der DIN EN 60601-2-41 für medizinische elektrische Geräte entsprechen.
Die Auswahl reicht von großen OP-Deckenleuchten für den Haupteingriff bis zu fokussierten Chirurgie-Zusatzleuchten. Mobile OP-Stativleuchten bieten Flexibilität für kleinere Eingriffe oder Behandlungsräume. Kopf- oder Lupenleuchten mit LED sind ideal für mikrochirurgische Arbeiten. Für die Endoskopie und minimal-invasive Chirurgie gibt es spezielle Lichtquellen. Die Integration in OP-Säle erfordert eine Abstimmung mit der Einrichtung und der Sterilgutversorgung.
Die korrekte Positionierung der OP-Leuchte ist entscheidend für die Arbeitserleichterung. Der Fokuspunkt sollte stets im Sichtfeld des Operateurs liegen. Die meisten Leuchten bieten eine automatische Nacheinstellung der Fokussierung. Sterile Handgriffe an den Leuchtenköpfen ermöglichen eine positionsgenaue Justierung während des Eingriffs. Für lange Operationen ist eine redundante Lichtquelle oder ein Zweitleuchten-System ratsam. Die Wartung umfasst die regelmäßige Reinigung und Überprüfung der Kühlung.
Qualitäts-OP-Leuchten sind nach medizinprodukterechtlichen Vorgaben (MDR) zertifiziert. Sie tragen die CE-Kennzeichnung gemäß der Richtlinie 93/42/EWG. Die Bauart muss eine einfache Reinigung und Desinfektion der Oberflächen zulassen. Hochwertige LEDs haben eine Lebensdauer von oft über 50.000 Betriebsstunden. Die Systeme sind auf elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) geprüft, um andere Geräte nicht zu stören. Hersteller bieten Serviceverträge für Kalibrierung und Instandhaltung an.
Technische Schlüsselkriterien sind die Beleuchtungsstärke (in Lux), die Feldtiefe und der Farbwiedergabeindex. Moderne OP-Leuchten bieten eine Lichtstärke von 40.000 bis über 160.000 Lux im Fokuspunkt. Die Feldtiefe gibt an, in welchem Bereich die optimale Beleuchtung erhalten bleibt. Die Farbtemperatur liegt typischerweise bei 4.000 bis 4.500 Kelvin (tageslichtweiß). Die Leuchtenköpfe sind oft mit mehreren hundert einzelnen LEDs bestückt. Die Steuerung erfolgt berührungsfrei über Infrarotsensoren oder per Desinfektion-tauglichem Touchpanel.
OP-Leuchten sind als Decken-, Wand- oder Standgeräte verfügbar. Die Lieferung umfasst in der Regel den Leuchtenkopf, die Tragarme und die Aufhängung. Die Montage sollte durch einen Fachbetrieb erfolgen. Ersatzteile wie sterile Handgriffe oder LED-Module sind langfristig lieferbar. Für den Notfallbetrieb sind viele Modelle mit einer Notstromversorgung ausgestattet. Ein umfassendes Sortiment an Zubehör wie Wärmefilter oder Kameraadapter komplettiert das System.