Einmalkanülen – Sterile Sicherheit für jede Injektion
Einmalkanülen sind sterile, für den einmaligen Gebrauch bestimmte Kanülen zur parenteralen Applikation von Medikamenten, zur Blutentnahme oder für andere medizinische Punktionen. Sie sind das zentrale Werkzeug für sichere und hygienische Injektionen in der Praxis. Ihre Verwendung minimiert das Risiko von Kreuzkontaminationen und Nadelstichverletzungen erheblich. Die Auswahl reicht von feinen Insulinspritzen bis zu robusten Kanülen für die intramuskuläre Injektion. Jede Kanüle ist einzeln steril verpackt und nach Gebrauch sicher im Abfallsystem zu entsorgen.
Die Produktkategorien unterscheiden sich primär durch Länge (z.B. 16 mm bis 70 mm) und Durchmesser (Größe in Gauge, z.B. 18G bis 30G). Für die subkutane Applikation sind kurze, dünne Kanülen (z.B. 25G) ideal. Intramuskuläre Injektionen erfordern längere, stabilere Modelle (z.B. 21G). Für die Blutentnahme kommen spezielle Vakuumkanülen zum Einsatz. Die Kanülen sind kompatibel mit Luer-Lock- oder Luer-Slip-Einmalspritzen. Die Farbe des Kunststoffhubs gibt gemäß ISO-Norm schnell Aufschluss über die Kanülengröße.
In der Anwendung ist die korrekte Auswahl entscheidend für Patientenkontort und Therapieerfolg. Eine zu dicke Kanüle kann bei subkutaner Gabe unnötige Schmerzen verursachen. Eine zu dünne Kanüle kann bei viskosen Medikamenten verstopfen. Die sterilen Einmalkanülen werden direkt vor Gebrauch geöffnet und auf die Spritze aufgesetzt. Nach der Injektion wird die Kanüle sofort mittels Sicherheitsabwurfbehälter entsorgt. Dies ist ein zentraler Schritt der Arbeitssicherheit.
Die Qualität der Kanülen wird durch strenge Normen gewährleistet. Die Sterilität entspricht den Anforderungen der DIN EN ISO 7886-1. Die Kanülen sind zertifiziert nach CE 93/42/EWG und für den Medizinproduktevertrieb zugelassen. Die scharfe, dreifach geschliffene Spitze gewährleistet ein sauberes, atraumatisches Eindringen in das Gewebe. Der Kunststoffhub ist bruchfest und bietet einen sicheren Griff. Die Oberfläche ist häufig silikonisiert für einen besonders gleitfähigen und schmerzarmen Einstich.
Technische Details umfassen die genormte Nadelgröße (Gauge), die Nadelstärke (mm), die Länge (mm) und den Konus (Luer). Die Wandstärke der Kanüle (regular wall, thin wall) beeinflusst den Durchfluss. Thin-Wall-Kanülen haben bei gleichem Außendurchmesser ein größeres Lumen für höheren Durchsatz. Die Kanülen sind aus rostfreiem Chirurgenstahl gefertigt und einzeln in einer sterilen Tyvek-Folie verpackt. Die Verpackung ist dicht und keimdicht bis zum Öffnen.
Die Verfügbarkeit umfasst alle gängigen Größen und Längen in Praxis- und Großpackungen (100 Stück, 500 Stück). Die Lagerung sollte trocken und bei Raumtemperatur erfolgen. Das Verfallsdatum ist auf jeder Einzelverpackung aufgedruckt und zu beachten. Durch die große Auswahl an Kombinationen aus Länge und Stärke findet jede Praxis die passende Einmalkanüle für ihr spezifisches Anwendungsspektrum.