Transfusionsbesteck – Sichere und effiziente Blutprodukt-Übertragung
Transfusionsbesteck ist ein zentrales Verbrauchsmaterial für die sichere Gabe von Erythrozytenkonzentraten, Thrombozytenkonzentraten, Fresh Frozen Plasma (FFP) und anderen Blutprodukten. Es umfasst alle notwendigen Komponenten für eine sterile, geschlossene und kontrollierte Infusion – von der Anstichkanüle für den Blutbeutel bis zum Patientenzugang. Hochwertiges Besteck gewährleistet die Integrität der Blutkonserve, verhindert Hämolyse und minimiert das Risiko von Verwechslungen oder Kontaminationen. Die Auswahl richtet sich nach dem Transfusionsprotokoll, der Art des Blutprodukts und den benötigten Zusatzfunktionen wie Filterung oder Volumenmessung.
Das Sortiment unterteilt sich in Standard-Transfusionssysteme mit integriertem 170-200 µm Filter für Erythrozyten und spezielle Systeme für Thrombozyten mit feinerer Porenweite. Einweg-Blutentnahme- und Transfusionssets sind als Luer-Lock- oder Luer-Slip-Varianten erhältlich. Wichtige Zusatzkomponenten sind Drei-Wege-Hähne für parallele Medikamentengaben, längere Schlauchsysteme für besondere Lagerungssituationen und Infusionsständer-Adapter. Für die Massivtransfusion oder autologe Retransfusion stehen spezielle Sets mit größeren Lumina zur Verfügung.
In der Anwendung durchläuft das Transfusionsbesteck einen definierten Workflow: Nach der Freigabe der Konserve wird die sterile Verpackung geöffnet und die Anstichkanüle in den Port des Blutbeutels eingeführt. Das System wird entlüftet und der Desinfektion des Patientenzugangs folgt die Konnektion. Der Fluss wird über eine Rollklemme reguliert. Der integrierte Filter hält Gerinnsel und Aggregat zurück. Nach Gebrauch erfolgt die Entsorgung im ABI-System gemäß medizinischer Abfallrichtlinien. Ein korrekter Wechsel des Systems nach 4-6 Stunden oder pro Einheit ist obligat.
Die Qualität wird durch DIN EN ISO 1135-4 für Transfusionsgeräte und die CE-Kennzeichnung als Medizinprodukt der Klasse IIa sichergestellt. Sterilität ist durch Etikett und intakte Verpackung nachweisbar. Die Materialien (meist PVC-frei) sind biokompatibel und pyrogenfrei. Die Schlauchinnenbeschichtung verhindert die Aktivierung des Gerinnungssystems. Jedes Set unterliegt einer Chargendokumentation zur vollständigen Rückverfolgbarkeit im Transfusionsprotokoll.
Technische Merkmale sind die Schlauchlänge (standard 150-200 cm), das Innenvolumen und die Durchflussrate. Der Partikelfilter besitzt eine definierte Porengröße (170 µm für Standard, 40-200 µm für Mikroaggregate). Die Kanülenstärke liegt bei 15-19 G. Die Sets sind häufig mit Rückschlagventilen ausgestattet, um einen Rückfluss zu verhindern. Die Kennzeichnung erfolgt in ml/cm für die Volumenkontrolle. Kompatible Spritzen und Kanülen sind auf der Verpackung angegeben.
Die Verfügbarkeit umfasst Einzelsets und praktische Sparpacks für Klinik und Praxis. Alle gängigen Marken und sterile Einwegartikel sind lagernd. Sondersets für pädiatrische Anwendungen oder Druckinfusionen sind auf Anfrage erhältlich. Die Lieferung erfolgt in originalsteriler Verpackung mit klarer Chargenkennzeichnung für die Dokumentation.